Glossar

 

Open Access

Akzeptiertes Manuskript

Manuskriptversion, die bereits sämtliche sich aus dem Peer-Review ergebenden möglichen Ergänzungen, Änderungen und Korrekturen enthält. Sie entspricht hinsichtlich Text und Illustration exakt der publizierten Verlagsversion (Final Published Version), enthält jedoch nicht deren redaktionelle und gestalterische Merkmale, wie z.B. endgültige Seitenzählung, finales Layout, Satz, Logos u.a.m. Der Grad der Abweichung zur publizierten Verlagsversion kann stark variieren. So kann er sehr gering sein, wenn das vom Verlag vorgegebenen Template in vielen Teilen bereits mit der künftigen finalen Verlagsversion übereinstimmt.

Article Processing Charge (APC)

Gebühr, die von einem Verlag für die Erstveröffentlichung eines Zeitschriftenartikels im Open Access erhoben wird.

Book Chapter Processing Charge (BCPC)

Gebühr, die von einem Verlag für die Erstveröffentlichung eines Buchkapitels im Open Access erhoben wird.

Book Processing Charge (BPC)

Gebühr, die von einem Verlag für die Erstveröffentlichung eines Buches im Open Access erhoben wird.

Closed Access

Klassische Form des Zugangs zu (wissenschaftlichen) Publikationen. Die Zugriffsmöglichkeit besteht erst nach erfolgter Subskription oder alternativ auch gegen eine Bezahlung für einen einzelnen Beitrag (Artikel oder Buchkapitel; Pay-per-View).

Embargo

Sperrfrist, die den Zeitraum definiert, innerhalb dessen eine Publikation nicht zweitveröffentlicht werden darf. Verlage setzen häufig eine Frist von 12 oder 24 Monaten.

Erstveröffentlichung

Publikationsmodell, bei dem eine Publikation in Form einer Erstveröffentlichung direkt im Open Access erfolgt, in der Regel bei einem Verlag. Zumeist wird hierfür eine Publikationsgebühr (Article-Processing Charge = APC) erhoben. Wird keine Gebühr erhoben, spricht man teilweise auch vom „Platin Open Access-“ oder auch „Diamant Open Access-Publikationsmodell“.

Final Published Version (Final Version of Record)

Die vom Verlag publizierte Fassung eines Textes mit allen redaktionellen und gestalterischen Merkmalen, wie zum Beispiel endgültige Seitenzählung, finales Layout, Satz, Logos.

Gold Open Access-Zeitschrift

Zeitschrift, in der eine Publikation ausschließlich nach dem Modell des Goldenen Wegs des Open Access erfolgt. Eine Sonderform hiervon ist eine Zeitschrift, bei der weder eine Subskriptions- noch eine Publikationsgebühr erhoben wird. Solche Zeitschriften werden teilweise auch als Platin Open Access- oder auch Diamant Open Access-Zeitschriften bezeichnet.

Goldener Weg des Open Access (s. Erstveröffentlichung)

Publikationsmodell, bei dem eine Publikation in Form einer Erstveröffentlichung direkt im Open Access erfolgt, in der Regel bei einem Verlag. Zumeist wird hierfür eine Publikationsgebühr (Article-Processing Charge (APC); Book Processing Charge (BPC); Book Chapter Processing Charge (BCPC)) erhoben. Wird keine Gebühr erhoben, spricht man teilweise auch vom „Platin Open Access-“ oder auch „Diamant Open Access-Publikationsmodell“.

Grüner Weg des Open Access (s. Zweitveröffentlichung, Self Archiving)

Publikationsmodell, bei dem eingeschränkt verfügbare wissenschaftliche Publikationen auf nicht-kommerziellen Repositorien kostenfrei entweder parallel zur Erstveröffentlichung oder nach dieser ein weiteres Mal veröffentlicht und dem Leser bzw. der Leserin nun im Open Access zugänglich gemacht werden. Viele Verlage erlauben mittlerweile eine Zweitveröffentlichung, zumeist unter bestimmten Vorgaben, wie z.B. die Einhaltung einer Sperrfrist (Embargo) oder die Verwendung einer bestimmten Manuskript-Version.

Hybrides Publizieren

Publikationsmodell, bei dem die Erstveröffentlichung in einer subskriptionsbasierten Zeitschrift mit einer kostenpflichtigen Open Access-Option (Hybrid Zeitschrift) erfolgt. Die Publikation kann hier gegen Gebühr direkt oder optional auch erst nachträglich im Open Access verfügbar gemacht werden.

Hybrid Zeitschrift

Subskriptionsbasierte Zeitschrift, bei der eine Publikation entweder nach dem herkömmlichen Closed Access-Publikationsmodell oder optional kostenpflichtig nach dem Modell des Goldenen Wegs des Open Access erfolgt. Häufig bieten Verlage auch die Möglichkeit an, Beiträge gegen Gebühr nachträglich im Open Access verfügbar zu machen.

Open Access

Kostenfreier und uneingeschränkter Zugang zu wissenschaftlichen Informationsressourcen, wie z.B. Zeitschriftenartikel, Buchbeiträge oder auch Forschungsdaten, über das Internet.

Open Content-Lizenz

Lizenzmodell, das in Form eines standardisierten Vertrags eine gegenüber dem Urheberrecht erhöhte, z.T. deutlich weitreichende Nachnutzung entsprechend lizenzierter Werke erlaubt. Der Grad der Nachnutzungsmöglichkeiten variiert je nach Lizenzart. Die am weitesten verbreitete Open Content-Lizenzarten sind die Creative Commons-Lizenzen. Im wissenschaftlichen Kontext sind für Deutschland ferner die Digital Peer Publishing-Lizenzen zu nennen. Verlage vergeben mitunter auch eigene Open Content-Lizenzen.

Peer-Review

Begutachtungsverfahren für ein Manuskript zur Prüfung auf dessen Publikationswürdigkeit. Es dient der Qualitätssicherung und -steigerung wissenschaftlicher Arbeit. Zugleich ist es ein Qualitätsmerkmal für dieses Verfahren anwendende Verlage. Im Ergebnis wird ein Manuskript entweder zur Publikation angenommen – ggf. unter der Auflage, Ergänzungen, Änderungen und Korrekturen vorzunehmen – oder abgelehnt. Die Begutachtung erfolgt durch einen oder mehrere unabhängige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem zum Themenbereich des zu begutachtenden Manuskripts gehörenden Fachgebiet (dem Peer bzw. den Peers).

Predatory Publishing (Raubverlag)

Geschäftsmodell im Bereich Open Access, bei dem ein Verlag lediglich vorgibt, qualitätssichernde Faktoren, wie z.B. ein Peer-Review-Verfahren, zu gewährleisten. Ziel ist die schnelle und kostengünstige Generierung von Einnahmen aus den Publikationsgebühren (APCs, BPCs, BCPCs). Die Beiträge werden jedoch ohne wissenschaftliche Prüfung und redaktionelle Leistungen im Open Access publiziert. Entsprechende Publikationsorgane werden auch Raubjournale, Raubzeitschriften oder „Predatory Journals“ genannt, die zugehörigen Verlage werden auch als Raubverlage bezeichnet. Das gleiche Modell findet auch bei der Produktion von Open Access-Büchern Anwendung. Die Differenzierung zwischen seriösen und unseriösen Publikationsorganen und Verlagen ist ohne eine genaue kritische Prüfung oft nicht möglich.

Preprint (Autorenmanuskript)

Manuskriptversion, die (noch) kein Peer-Review durchlaufen hat.

RWTH Publications

Zentraler Dokumentenserver der RWTH. Er dient der professionellen Veröffentlichung im Sinne des Open Access sowie dem Nachweis aller RWTH-Publikationen. Darüber hinaus ermöglicht er ein individuelles Dokumentenmanagement.

Self Archiving

Publikationsmodell, bei dem eingeschränkt verfügbare wissenschaftliche Publikationen auf nicht-kommerziellen Repositorien kostenfrei entweder parallel zur Erstveröffentlichung oder nach dieser ein weiteres Mal veröffentlicht und dem Leser bzw. der Leserin nun im Open Access zugänglich gemacht werden. Viele Verlage erlauben mittlerweile eine Zweitveröffentlichung, zumeist unter bestimmten Vorgaben, wie z.B. die Einhaltung einer Sperrfrist (Embargo) oder die Verwendung einer bestimmten Manuskript-Version.

Zweitveröffentlichung

Publikationsmodell, bei dem eingeschränkt verfügbare wissenschaftliche Publikationen auf nicht-kommerziellen Repositorien kostenfrei entweder parallel zur Erstveröffentlichung oder nach dieser ein weiteres Mal veröffentlicht und dem Leser nun im Open Access zugänglich gemacht werden. Viele Verlage erlauben mittlerweile eine Zweitveröffentlichung, zumeist unter bestimmten Vorgaben, wie z.B. die Einhaltung einer Sperrfrist (Embargo) oder die Verwendung einer bestimmten Manuskript-Version.