Goldener Weg

  Goldener Weg

 

 

Bei diesem Modell erfolgt die Publikation in Form einer Erstveröffentlichung direkt im Open Access.

 
 

 

Im Wesentlichen lassen sich hierfür zwei Möglichkeiten nennen:

1. Publikation über einen Verlag

Dieser Weg ist vor allem für die Veröffentlichung von Beiträgen in Zeitschriften geeignet, ferner für die Publikation in oder von selbstständigen Werken (Büchern), wie z.B. themenbezogenen Sammelwerken oder Tagungs- bzw. Konferenzbänden. 

Die Autorin bzw. der Autor schließt in der Regel mit dem Verlag einen Publikationsvertrag, der die Nutzungsbedingungen und die Finanzierung regelt. Für die Publikation in einer Gold Open Access-Zeitschrift wird vom Verlag eine Autorengebühr (Article Processing Charge / APC / Author Fee / Publikationsgebühr) erhoben. Analog gilt dies auch bei Veröffentlichungen in oder von Open Access-Büchern (BPC = Book Processing Charge). Publikationsgebühren zahlen entweder die Autorinnen bzw. Autoren, die wissenschaftliche Einrichtung, der sie angehören, oder können im Rahmen einer Projektförderung finanziert werden. Publikationsgebühren sind im Open Access oft mit institutionellen Mitgliedschaften kombiniert: Gehört ein publizierendes Mitglied einer Einrichtung an, die eine institutionelle Mitgliedschaft bei einem Open-Access-Verlag pflegt, übernimmt diese die Publikationskosten ganz oder teilweise. Es empfiehlt sich daher, diese Optionen vorab zu prüfen.

Die RWTH hat zum 1.1.2024 einen Open-Access-Publikationsfonds eingerichtet. Der Fonds dient der Finanzierung von qualitätsgesicherten wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die primär und unverzüglich weltweit frei zugänglich (Open Access) erscheinen. Mitglieder der RWTH aus allen Fakultäten können den Fonds für die Open-Access-Kosten ihrer wissenschaftlichen Veröffentlichungen unkompliziert in Anspruch nehmen. Der Fonds ist auf eine vollständige Übernahme der Open-Access-Gebühren ausgelegt, d.h. eine definierte Obergrenze pro Artikel oder pro Autor*in existiert nicht ( Open-Access-Publikationsfonds der RWTH )

Die RWTH ist dem Wiley-, dem SpringerNature- sowie dem Elsevier-Abkommen der DEAL-Initiative beigetreten. Der Vertrag beinhaltet neben dem lesenden Zugriff auf die meisten Wiley-, SpringerNature und Elsevier Zeitschriften auch eine zentrale Abrechnung der Publikationsgebühren der Autorinnen und Autoren ( Open-Access-Verträge der RWTH).

Neben der kostenpflichtigen Veröffentlichung in Open Access-Zeitschriften, gibt es auch die Möglichkeit zur Publikation in sogenannten Platin Open Access- oder auch Diamant Open Access-Zeitschrift. Für die Veröffentlichung in diesen Zeitschriften wird keine Autorengebühr erhoben.

In jedem Fall sollte vor Einreichung einer Publikation die Seriosität des Verlages und/oder der jeweiligen Zeitschrift kritisch geprüft werden (Predatory Publishing).

 
 

2. Publikation über RWTH Publications

Dieser Weg eignet sich besonders gut für die professionelle und kostenfreie Erstveröffentlichung von z.B. Dissertationen, Tagungs- bzw. Konferenzbände, Reports, White Papers, Preprints, Präsentationen oder Forschungsdaten. Die Beiträge erhalten einen DOI (Digital Object Indentifier) und sind damit dauerhaft adressiert und zuverlässig zitierbar.  Bei einer Erstveröffentlichung auf RWTH Publications ist die langfristige Zugänglichkeit von Dokumenten gesichert, die durch die Bereitstellung auf persönlichen und institutionellen Webseiten nicht gewährleistet ist. Verschiedene Dokumenttypen werden darüber hinaus zur Langzeitarchivierung an die Deutsche Nationalbibliothek ausgeliefert. Die Universitätsbibliothek berät und unterstützt die Autorinnen und Autoren im Publikationsprozess.