Journal Impact Factor

 

Vorteile

  • Leicht anwendbar
  • Ist variabel; beispielsweise. kann der Untersuchungszeitraum erweitert werden
  • Hilft, Zeitschriften eines Fachgebietes untereinander zu vergleichen
 

Der Journal Impact Factor (JIF) ist ein Indikator für Zeitschriften. Er misst die Resonanz, die eine Zeitschrift in der Wissenschaft erzeugt. Häufig wird er auch als Kriterium für Qualität angesehen. Dies ist jedoch umstritten.

Der Journal Impact Factor wird jährlich für die Zeitschriften in der Datenbank Web of Science (ehemals ISI) herausgegeben. Er gibt an, wie oft ein Artikel in einer bestimmten Zeitschrift durchschnittlich zitiert wurde.

 

Nachteile

  • Gibt nur einen Ausschnitt aller Zitationen wieder
  • Lässt keine Rückschlüsse auf die Qualität einzelner Arbeiten zu
  • Eignet sich nicht zur Bewertung einzelner Personen
  • Unterliegt Manipulationsmöglichkeiten
 

Unser Service für Sie

Sie möchten erfahren, wie viele Ihrer Publikationen in einer Zeitschrift mit Impact Factor erschienen sind oder wie hoch der jeweilige Impact Factor ist? Dabei helfen wir Ihnen gerne. Bitte sprechen Sie uns an.

 

Fragen

Warum eignet sich der JIF nicht für die Beurteilung einzelner Arbeiten oder Autoren?

Der Grund liegt insbesondere in der schiefen Verteilung von Zitationen. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass der Großteil der Zitationen von nur wenigen Publikationen erreicht wird. Die allermeisten Arbeiten in einer Zeitschrift erlangen nur wenige bis sehr wenige Zitationen. So ist die Korrelation zwischen dem JIF einer Zeitschrift und der Resonanz einer einzelnen Arbeit sehr schwach (Marx & Schier, MPI).

Wie kann der Journal Impact Factor manipuliert werden?

Die Möglichkeiten, den JIF zu manipulieren, sind vielfältig. In Verleger-Kreisen wird teilweise von "Impact Engineering" gesprochen.

Um den JIF zu erhöhen, wird zumeist die Anzahl der zitierbaren Artikel (Nenner) kleingehalten, die Zitationen (Zähler) wiederum werden auf verschiedene Weise in die Höhe getrieben.

So besteht beispielsweise für die Herausgeber einer Zeitschrift die Möglichkeit, Selbstzitate strategisch zu erhöhen. Anonyme Untersuchungen zeigen, dass Herausgeber Autoren nötigten, Artikel der eigenen Zeitschrift zu zitieren, wenn ihr Beitrag darin erscheinen soll. Darüber hinaus können die Herausgeber selbst, beispielsweise im Editorial eines Heftes, Artikel der eigenen Zeitschrift zitieren und so die Zitationszahl erhöhen. Weitere Informationen dazu finden Sie in dem Artikel The top-ten in journal impact factor manipulation von Falagas, Matthew E. et al.